Die Praxis des modernen Hesychasmus / Gut und Böse Gut und Böse“Hör auf, im Zustand der Niederlage zu leben!… In der Evolution der Seele muss nämlich jedes Gefecht zu einer Erfahrung und Stufe für den Aufstieg werden! Reue und Läuterung von Lastern ja, aber du darfst dich nicht in die Hölle der Verzweiflung stürzen! Es ist deine kostbare Erfahrung, nimm sie an! Empfange sie mit Dankbarkeit zu Mir für die Lehren und Prüfungen! Und dann wird — allmählich — die Weisheit desjenigen erworben, der seine Fehler nicht wiederholt.” Dein Gott (Niedergeschrieben von Anna Subkowa im Mai 2002) * * * Menschliche Phantasie hat ein märchenhaftes Bild des Teufels erschaffen: unbedingt mit Hörnern, Hufen, einem Schwanz, männlichen Geschlechts und dazu noch … ein sexueller Psychopath. Dies ist jedoch eine überaus schädliche Unwahrheit. Schädlich, weil die den Weg ihrer eigenen realen Diabolisierung gehenden Menschen ihre verzweifelte Lage nicht verstehen: Bei mir wachsen ja keine Schwänze und Hörner, also ist alles in Ordnung! Bei der vorherrschenden religiösen Unkenntnis ist es — für viele! — sehr einfach, zu Teufeln zu werden! Ich erlebte solche gleichermaßen unter faschistischen Anführern wie unter denjenigen, die religiöse Posten bekleideten, und auch unter Alkoholikern. Wobei sie beiderlei Geschlechts sein können. Wer sind sie? Wie sind sie zu erkennen? Ihr Merkmal ist das chronische Verweilen in intensiv groben Gefühlszuständen (Zorn, Verärgerung, Hass). Verlogenheit, Niederträchtigkeit und Aggressivität sind ebenfalls ihre charakteristischen Eigenschaften. Sie bleiben es auch nach ihrer Entkörperung. Ihr Wohnsitz wird die Hölle sein, wo sie in einem Dickicht von Ihresgleichen leben und von diesen gequält werden. Manche von ihnen werden aber noch eine Zeit lang verkörperten Menschen schaden können — so wie damals, als sie verkörpert waren. Verkörperte Teufel können offensichtlichen physischen Schaden zufügen, indem sie töten, verkrüppeln, vergewaltigen, schlagen, rauben, erpressen und andere ihnen Ähnliche gegen ihre Opfer hetzen… Doch sowohl verkörperte wie nichtverkörperte Teufel sind dazu fähig, derart starke gröbste Energiefelder und „Energieeinrichtungen“ zu schaffen, dass sie ihre Opfer oft in psychotische Zustände bringen. Ärzte stellen Letzteren dann die Diagnose: Schizophrenie mit Symptomen des Beeinflussungswahns. Aber es ist kein Wahn, sondern Realität. Ich kannte persönlich zwei, die, nachdem sie unter solche Einwirkung von Teufeln geraten waren, den Ausweg aus der Situation darin fanden, dass sie sich zum Zwecke des Selbstmordes aus Fenstern in den Tod stürzten… Wozu schreibe ich diese Gespenstereien? Nicht um zu erschrecken! Im Gegenteil: um denjenigen zu helfen richtige Entscheidungen zu treffen, die in solche Situationen geraten. Vor allen Dingen muss man, wie auch bei allen anderen Unglücksfällen, Katastrophen und Unbilden, daran denken, dass alles Geschehende immer — real! — vor den Augen Gottes geschieht. Und von Ihm zugelassen wird. Und mehr noch: Von Ihm werden diese Situationen auch herbeigeführt! Es ist nur wichtig zu verstehen: wozu? Was willst Du, Herr, mir dadurch sagen, was willst Du mir beibringen, worin willst Du mich korrigieren? Gott lebt ja nicht auf irgend einem anderen Planeten! Und Er ist kein für uns unsichtbares fliegendes Männchen, das unmöglich allem folgen kann, was mit uns allen vorgeht! Gott ist der Universelle Ozean des Bewusstseins, nämlich überall leibhaftig, an jedem Punkt des Weltalls, doch gleichsam unter einem hauchdünnen Schleier, der den Schöpfer von Seiner Schöpfung trennt. Und es geschieht nichts Bedeutsames mit irgend jemandem von uns, ohne dass es uns Nutzen bringt. Schmerz zum Beispiel kann dazu gegeben werden, damit wir lernen, die Schmerzen anderer Wesen mitzuleiden und diesen keine mehr zuzufügen. Und allerart böse Taten anderer Menschen erlauben uns, die menschliche Psychologie praktisch zu studieren. Oder sie können bedeuten, dass es für uns an der Zeit ist, “die Kompanie zu wechseln”… Usw. Alles zum Nutzen! In meiner Autobiografie [7] habe ich veranschaulicht, wie Gott, indem Er sich verschiedener menschlicher Scheußlichkeiten bediente, meine Lebenssituationen radikal veränderte — mir zum Nutzen! Und als ich einmal, tödlich verletzt, Ihn heulend bat mir das Geschehende zu erklären, begann Er mit den Worten: “Du wirst Mir später dafür dankbar sein!”… So ist es später auch geschehen! Und noch: In allen schwierigen Situationen sollte man sich enger an Ihn schmiegen! Er schafft uns Probleme oft gerade deshalb. … Und die Beiden, die sich aus Fenstern stürzten… Über einen von ihnen — der einen Geltungsdrang bis zu grotesker Widerwärtigkeit entwickelt hatte! — erzählte ich in [7], und der andere … nahm deshalb Schaden, weil er sich auf einen Streit mit einem diabolisch gewordenen früheren Geschäftspartner eingelassen hatte, der ihm eine Geldschuld nicht erstatten wollte… Jesus Christus lehrte: “ Wer dir das Deine nimmt, von dem fordere es nicht zurück!” (Luk 6,30). Er aber hatte dieses Gebot vergessen, obwohl er es gelesen hatte… Dabei sollte man die Lehre Gottes nicht nur lesen, sondern auch befolgen! Sein zweiter Fehler war, dass er seine ganze Aufmerksamkeit auf den Teufel richtete, anstatt sich mit seiner Seele in die Arme Gottes zu stürzen. Und in der Tat: Dann verlor er Gott im wahrsten Sinne!… Alles in allem, er bestand die ethische Prüfung nicht… Auch ich geriet in ähnliche Situationen. Doch ich nutzte sie genau dazu, noch stärker mit dem Schöpfer zu verschmelzen: Im Körper ging es mir ja schlecht, in der Wohnstätte des Schöpfers dagegen gut, sogar sehr! Mir haben diese Teufel sehr geholfen. … Das Schrecklichste aber ist, gar keinen Attacken irgend eines Teufels ausgesetzt zu sein, sondern selbst zu einem Teufel zu werden. Das verurteilt zu einem furchtbaren Schicksal! * * * Einmal verkündete Gott durch einen Propheten [6] den Grundsatz: “Alles ist zum Guten!”. Wir sollten versuchen, uns diesen Satz jetzt so fest einzuprägen, dass wir ihn auch dann nicht vergessen werden, wenn die Zeit kommt, vor Gott eine “Prüfung im Fach praktische Ethik“ zu belegen. Und Er lehrt noch, dem von Ihm kontrollierten Übel als einem Katalysator zur Entfaltung von Gutem zu begegnen. Auch darüber sollte man gut nachdenken und es sich merken. * * * Ich hörte öfters den Einwand: “Nein! Wenn es einen Gott gibt, dann ist Er gut! Er kann uns doch nicht so viel Leid zufügen! Alles Böse ist vom Teufel!”… In dieser Behauptung liegt ein für unser gesellschaftliches Umfeld typisches Unverständnis für die Wechselbeziehungen zwischen Gott und den Menschen. Die so denkenden Menschen sind so tief egozentrisch, dass sie Gott als ihren “allmächtigen Diener” betrachten, zu dessen Pflichten es gehört, MEIN Leben nach MEINEM Wunsch einzurichten! Und wenn nicht, dann werde ich … dann werde ich Dich überhaupt nicht anerkennen! Oder es gibt Dich auch gar nicht!… Doch Gott existiert. Und Er ist wirklich allmächtig. Allerdings ist der Charakter der Wechselbeziehungen zwischen Ihm und verkörperten Wesen ein völlig anderer. In der Tat: Er und wir sind prinzipiell durchaus keine unterschiedlichen Wesen. Wir sind nur eben Seine Teilchen, die von Ihm auf “irdische Weiden” zur Reifung geschickt worden sind! Und unsere einzige Bestimmung besteht genau darin, auf diesen “Weiden” im Zuge einer Reihe von Inkarnationen zu reifen! Er ist unser Guter Hirte: Er “weidet” uns — objektiv betrachtet — mit dem einen einzigen Ziel, dass wir, nachdem wir das nötige Grad der Vollkommenheit erreicht haben, als Seelen in Ihn einfließen, damit wir Er werden und Ihn mit uns selbst bereichern! Darin liegt Sein Leben, Seine Evolution! Einen anderen Sinn gibt es in unserem irdischen Dasein nicht! Und diejenigen von uns, die unsere Willensfreiheit dazu nutzen, erfolgreich zu reifen, erhalten von Ihm die Meistbegünstigung. Die Bösen aber, die ausgesondert werden und sich in der “Müllgrube der Evolution”, der Hölle, wiederfinden, geraten in die “äußere Finsternis”. Darum besteht das einzige richtige Prinzip der Wechselbeziehungen mit Ihm — auf unserer Seite — in voller Ergebenheit in Seinen Willen und darin, alle Seine Weisungen und Lehren aufmerksam wahrzunehmen! Unser Egozentrismus soll in einen Gott-Zentrismus verwandelt werden! “Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden!”: Das muss man nicht nur lesen, laut aussprechen und sogar singen! Das muss — jeder! — tatsächlich annehmen als Formel für meine Beziehungen mit Ihm!5 Möge Dein Wille geschehen, mein Gott! Ich erkenne Dich an als meinen Allmächtigen und Unendlich Großen Universellen Vater! Du bis Alles! Und ich bin Dein demütiges Kind — Dich liebe ich und von Dir lerne ich! Und ich will Dich vollkommen erkennen und mit Dir in der Liebe verschmelzen! Weide mich auf den Weiden Deiner Erde! Und führe mich in Dein Haus auf Geradem Wege! * * * Wie viele Male wurden mir große Geldsummen nicht zurückgegeben! Wie viele ungeheuerliche Verleumdungen wurden über mich verbreitet! Dabei wurden mir von den Verleumdern Eigenschaften zugeschrieben, die den meinen diametral entgegengesetzt sind! Eine Tötung, die zu zwei klinischen Toden führte, ständige Rachedrohungen von Faschisten in letzter Zeit… Und vor Kurzem stellte sich noch heraus, dass ein gewisser Autor ein Kapitel (“Die Lehre von Juan Matus”) aus meinem Buch stahl: Er schrieb es einfach ab und veröffentlichte es wortwörtlich unter seinem Namen… All das betrachtete ich als Test meiner Hingabe zu Gott. Sich nicht ablenken lassen! Und… ich ging einfach weiter, hasste niemand, rächte mich an niemand, verlangte keine Entschädigung “für zugefügten körperlichen und moralischen Schaden”… Dabei hätte ich mich auf auch nur einen der mir aufgedrängten Konflikte einzulassen brauchen, und ich selbst hätte dann in dem Wichtigsten verloren, weswegen wir auf die Erde geschickt sind, und hätte nicht all den Menschen helfen können, die von mir Hilfe angenommen haben und noch annehmen werden — bei der Heilung der Seelen und beim spirituellen Fortschritt! Wobei ich dann ja die Gebote Christi verletzt und aufgehört hätte, Christ zu sein… “Die Pinscher kläffen, aber der Elefant geht weiter”: So formulierte einmal Sathya Sai Baba Seine Haltung zu solchen Situationen. Und jeder — wenn er seelenrein vor Gott und den Menschen ist und den spirituellen Weg geht — kann auch für sich diesen Anspruch übernehmen. * * * “Ich regiere über alle. Sei niemandem böse!”, lehrte mich einmal Gott [7]. Mir haben diese Seinen Worte sehr geholfen. Mögen sie auch Ihnen helfen! * * * Der einzige Weg für uns, irdischem Unheil jetzt und in Zukunft zu entgehen, ist eine aktive spirituelle Vervollkommnung. Sie führt unter anderem zum richtigen Bewusstseinswachstum in quantitativer Beziehung und gewährleistet die so genannte “Kristallisation” (analog zum Wachstum von Kristallen unter wachstumsfördernden Bedingungen). Und das gibt die Kraft, dem Bösen wirksamer zu begegnen. Und wir werden uns an das Gebot erinnern: “ Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem!” (Röm 12,21). * * * “Nicht nur Hindernisse und Schwierigkeiten, sondern auch ,Versuchungen’ bringe Ich, auf dass in dir keine Zweifel und kein Bedauern bleiben. Nur jenes Feuer der Liebe ist Göttlich, das man unmöglich löschen kann! Wenn das Feuer der Liebe bereits unauslöschlich geworden ist, dann heißt solche Liebe Ich. Nicht Prüfungen allein, sondern die Stärke deines Widerstandes nährt die Kraft deiner Liebe. Nicht Gefühlsausbrüche erwarte Ich von dir, sondern eine starke, ruhige und grenzenlose Liebe, ähnlich der Kraft ozeanischer Strömung! … Zu deinem Glück genügt nur eines — Ich” Dein Gott (Niedergeschrieben von Anna Subkowa im Mai 2002)
“Alles von mir Gehörte muss man ins Leben umsetzen. Es genügt nicht, um seine Laster zu wissen, es genügt nicht, gegen sie anzukämpfen — man muss sie besiegen, sie also nicht mehr haben! Ich wünsche Mir eine neue Stufe deines Seins! Darum dränge ich dich von der alten fort und mache die Existenz darauf unerträglich… Worin unterscheidet sich Göttlichkeit vom menschlichen Zustand? Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal der Göttlichkeit würde Ich mit dem Worten definierten: verwirklichter Gott-Zentrismus!” Dein Gott (Niedergeschrieben von Anna Subkowa im Mai 2002)
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